Stafen Reiher-Zucker

Stefan Reiher-Zucker

"Außenblick"


21. Juni – 22. Juli 2017

In seinem klaren, realistischen Malstil gelingt es Stefan Reiher-Zucker (*1958), Szenen des Alltags, Landschaften und Bauwerke festzuhalten und gleichzeitig Empfindungen in Form und Farbe zu überführen. Seine Werke transportieren in klarer Bildsprache eine wahrnehmbare Stimmung der Ruhe und laden dazu ein, sich darin zu verlieren. Er macht das Alltägliche, scheinbar Banale, zum Mittelpunkt einer anziehenden, vertraut wirkenden Szenerie.

Stefan Reiher-Zucker ist als Sohn einer schlesischen Künstlerfamilie in Saarbrücken aufgewachsen. Seit 1988 stellt er in regelmäßigen Abständen im In- und Ausland aus.








Paperworks







CONE THE WEIRD

CONE THE WEIRD

COME CLOSER AND LEAVE ME ALONE


23. März 2017 – 29. April 2017

"Cones außergewöhnliche und eigenständige Bildsprache ist geprägt von der visuellen Kultur des Comic und seinem frühen Zugang zu illustrierten Bildbänden. Schon im Kindesalter entwickelte er eine Faszination für Illustrationen und grafische Darstellungen. Holzschnitte aus dem späten Mittelalter, die Malerei der Renaissance, Motive des Surrealismus oder der Pop Art, viktorianische Werbedrucke, aber auch die Gestaltung von Plattencovern hinterließen Spuren in seiner künstlerischen Entwicklung. Bereits 1993 begann der gebürtige Münchner mit Graffiti und konzentrierte sich hierbei mehr und mehr auf das Charakterdesign, sodass die Figur innerhalb der Komposition in den Vordergrund rückte und nun die aktuellen Arbeiten fast ausschließlich prägt. Seit 2006 malt Cone überwiegend in Schwarzweiß und wandte sich der Tuschzeichnung als bevorzugtem Medium zu. Cones hochkomplexe Zeichnungen, die kompositorisch wie auch inhaltlich verschiedene Bedeutungsebenen miteinander verschmelzen, basieren auf den popkulturellen Mythologien der Graphic-Novel-Tradition und der Grafitti-Szene. Allerdings geht der Künstler hier weit über die üblichen Codes hinaus und sucht in seinen Zeichnungen und Wandbildern nach alternativen Formen zum Comic und den Wall-Paintings im öffentlichen Raum. In den motivisch dichten und außerordentlich detailreichen Zeichnungen finden sich versteckte Botschaften, die sich erst bei intensiver Betrachtung erschließen und den Betrachter belohnen, wenn er sie entdeckt.“ (Dr. Andreas Bayer)








Henri Deparade

HENRI DEPARADE

„MYTHOS UND ALLTAG"


20. Januar 2017 – 03. März 2017

Allen Bildern liegt eine ungegenständliche Farbkomposition zugrunde. Damit verbindet sich eine Figürlichkeit, zum Teil die Farbkomposition überlagernd, zum Teil von jener überlagert, zum Teil von jener durchdrungen.

Die Körper werden leicht, entmaterialisiert, fast schwebend. Vorder- und Hintergrund gehen fließend ineinander über, so dass differenzierte Raumschichtungen entstehen. Der bei Deparade stets in Zweisamkeit oder als Gruppe auftretende Mensch erscheint nicht nur als soziales Wesen, in der Interaktion der Gruppe, als differenziert und unterschiedlich, sondern auch als Einzelwesen. Viele seiner Gestalten sind mit zwei oder drei Gesichtern dargestellt.

Der Charakter der Darstellungen ist der allgemeiner Grundkonstellationen. Henri Deparade in einem Gespräch mit Ingrid Koch: "Indem man eine narrative Struktur zugunsten einer assoziativen Freiheit auflöst, kann es gelingen, den Rezipienten als Interpreten ernst zu nehmen. Zeit- und Raumachsen relativieren sich. In der malerischen Verwirklichungsform gibt es eine inhaltliche Erweiterung; so verschiebt sich das Gewicht vom Realitätssinn zum Möglichkeitssinn."

(nach einem Text von Prof. Dr. Rainer Beck)








Ralf Gelbert

RALPH GELBERT

Himmelwärts"


23. November 2016 – 07. Januar 2017

Ralph Gelbert kennt die Sprache der Farben wie kaum ein anderer. In seiner abstrakten und sehr expressiven Malerei bevorzugt er reine und leuchtende Farben, die er auf die Leinwand bringt.

Er malt vorwiegend in Öl und lässt jede Farbe erst etwas trocknen, ehe eine zweite hinzukommen kann. Dabei bekommen nicht nur die Ölfarben ihre Zeit. Jedes Bild kann reifen.

Ralph Gelbert malt in Schichten und entfesselt so die individuelle Kraft jeder Farbe, die sich als reine und ungebrochene Energie im Bild entfaltet. Die Werke des Künstlers entfesseln auf den ersten Blick ein faszinierendes Chaos, das zu einer längeren Betrachtung und spannenden Entdeckungen einlädt.

Ralph Gelberts Arbeiten werden international in ausgesuchten Galerien gezeigt. Vor seiner zweiten Ausstellung in der Galerie Neuheisel fanden in diesem Jahr bereits Soloshows in Berlin und Kapstadt statt.








Alex Hoffmann

Alex Hoffmann

„After the world ends"


15. September 2016 – 29. Oktober 2016

Das Rohe, das Grobe, das Primitive. Das Unverfälschte und Essentielle. Das sind Dinge, die Alex Hoffmann beschäftigen und sein Werk prägen. Alte Riten, vergangene und vergessene Kulturen.

Vor seinem inneren Auge sieht er Bilder, die dort nur Bruchteile von Sekunden verharren. Fetzen von Geschichten, die durchs Universum fliegen. Sie kommen im Flow. Spontan und ungeplant.

Er fängt die Bilder ein und bringt sie zu Papier. Genauso wie er sie sieht. Puristisch und reduziert. Ehrlich. Monochrom. Er arbeitet ohne nachträgliche Korrekturen. Entweder alles stimmt oder es beginnt von Neuem. Man kann das Spontane, das Freie, den Moment fühlen.

So entstehen viele Einzelteile, die er meist in einem Werk zusammenfügt. Dieser Prozess passiert völlig intuitiv. Alex Hoffmann deutet oder gewichtet die einzelnen Bilder nicht. Er gibt ihnen keine separate Bedeutung und keinen Hintergrund. Die große Geschichte entsteht am Ende von selbst. Der Betrachter kann ein Teil davon werden, sich in der imaginären Welt einfinden und bewegen.

Manche Arbeiten, vorwiegend Leinwandarbeiten, beschränken sich auf ein separates Einzelbild. Die Auswahl hat auch hier keine rationale, sondern eine rein intuitive Basis.

Neben Leinwand- und Papierarbeiten zeigt der Künstler in dieser Ausstellung auch bedruckte Tücher. Weil er sich nicht auf die klassischen Malgründe beschränken möchte. Das hat überhaupt nichts mit Beliebigkeit zu tun. Im Gegenteil. Alex Hoffmann hat präzise Vorstellungen von allem, was ihn tangiert. So sollen die Tücher mit kupferfarbenen Nägeln aufgehängt werden.

Der Ausstellungstitel beschreibt den Modus, der die Grundlage seines Schaffens bildet. After the world ends. Nachdem das Erklärbare endet. Wo die subjektive Realität verschwindet und spontane Gedanken und Energien die Wahrnehmung dominieren.








El Bocho

EL BOCHO

Augenblick"


14. Mai 2016 – 16. Juni 2016

El Bocho ist ein Phantom. Um den urbanen Raum bestmöglich nutzen zu können, agiert er stets im Untergrund. Er ist nachts regelmäßig in den Straßen Berlins unterwegs, um seine Spuren zu hinterlassen. Bilder, die sich mit dem Stadtleben beschäftigen. Er kommuniziert so mit den Menschen im urbanen Raum. Die Straße dient dem Künstler als Medium und seine Bilder sprechen eine internationale Sprache, die jeder verstehen kann. Daneben ist der 1978 in Frankfurt geborene Künstler seit vielen Jahren mit seinen Arbeiten in ausgesuchten Galerien und Museen präsent.

El Bocho arbeitet nicht für die Kunstszene. Er spricht jeden Betrachter an. Das macht seine Werke nah und glaubhaft. Urban, immer gegenwartsbezogen und geladen mit positiver Energie.








DANIEL HAHN

„Maybe untitled"


17. März 2016 – 07. Mai 2016

Daniel Hahn alias Raks (*1987) gehört mit seinen Arbeiten zu einer noch unbenannten Gruppe Zeitgenössischer Künstler, die die Schublade „Urban Art“ und deren Schranken verlassen hat und nun eine sehr interessante Position besetzt. Vielleicht bedürfen die Künstler dieser Bewegung und deren Werke auch keiner näheren, namentlichen Spezifikation: Maybe untitled.

Daniel Hahn sagt, er möchte das Graffiti auf der Leinwand ‘verlernen’. Was nicht negativ gemeint ist, sondern vielmehr eine neue Offenheit meint. Leinwand und Papier bieten Möglichkeiten, die einer Wand fehlen, und umgekehrt. „Ich gebe mich auf diesen Medien immer deutlicher der freien, emotionalen Malerei hin und nutze meine Buchstaben als architektonisches Gerüst.“, erklärt er.

Auch das Medium Fotografie ist inzwischen zu einem festen Bestandteil seines Alltags und in Form von Architektur- und städtischen Momentaufnahmen auch Teil seines Schaffens geworden. In einer kleinen Siebdruck-Edition tritt es nun zum ersten Mal in direkten Dialog mit seinen konstruierten Zeichnungen.

Daniel Hahns Werk ist in ständiger Bewegung und Entwicklung. Ungeachtet dessen ist es an einem außerordentlich beachtenswerten und spannenden Punkt angekommen, der nach einer kurzen Landung verlangt.








Franziska Maderthaner

Malerei"


28. Januar 2016 - 05. März 2016

In ihren Gemälden verwebt Franziska Maderthaner auf unverwechselbare Weise Gegenständliches und abstrakt Expressionistisches. Aus ihren Farbschüttungen und radikalen Malgesten entwinden sich Körper, Stillleben und Objekte oder Szenen der Alltagskultur. Abstraktion und Gegenständlichkeit schließen sich in ihrer Kunst nicht aus, sondern ergänzen und stützen einander in vielfältigster Weise. Oft und gern verwendet sie dabei Zitate aus der Malereigeschichte. Caravaggio-, Tiepolo-, oder Adolph-Menzel-Zitate werden mit aktuellen Bildwelten durchmischt und wachsen aus den amorphen Farbwelten. Passend dazu auch ihre Fußballbilder. Maderthaner sieht darin zeitgemäße barocke Momente, wie dramatische Gesten und Körperlichkeit, Schönheit und Meisterschaft. Somit hebt und befreit Franziska Maderthaner durch ihre malerische Virtuosität Sujets der Vergangenheit und Gegenwart aus der Zeit. Wie nebenbei sprengt sie auf ihre unverwechselbare und ironische Art Fragen nach Gültigkeit und Qualität moderner Malerei. Somit steht ihr Werk singulär über allen Stilrichtungen und Moden.








Helge Hommes



10. Dezember 2015 - 23. Januar 2016

Die Malerei von Helge Hommes basiert auf der jahrelangen Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Blick in die Architektur der Natur. Seit Jahrtausenden gehen die Menschen in den Wald, heute rennen sie hindurch, nur noch wenige suchen den Baum im Gegenüber als Orakel, um Halt für ihr Leben zu gewinnen. Die Malerei von Hommes fordert -bildlich gesprochen- auf, noch genauer hinzusehen. Das genaue Hinsehen durchbricht banale Oberflächlichkeiten und kann in Erkenntnis münden. In der Ausstellung werden ergänzend zu den Arbeiten von Helge Hommes auch einige Plein Air Zeichnungen der Künstlerin Saxana präsentiert, die ihn beim Malen im Wald zeigen.








Elvira Bach



15. Oktober 2015 – 28. November 2015

Die Unverwechselbarkeit ihrer (Frauen-) Bilder hat Elvira Bach zu einer Ikone der deutschen und internationalen Kunstszene werden lassen. Am 22.Juni 1951 wurde die bekannteste Malerin Deutschlands im Taunus geboren. Von 1972 bis 1979 studierte sie an der Hochschule der Künste in Westberlin, gemeinsam mit Rainer Fetting, Helmut Middendorf und anderen „Jungen Wilden“, denen sie zunächst zugeordnet wurde. Während dieser Zeit verdiente sie ihren Lebensunterhalt unter anderem als Requisiteurin und Souffleuse in der Schaubühne am Halleschen Ufer. Ihren künstlerischen Durchbruch erlebte sie mit der Einladung zur documenta in Kassel 1982. Seit nunmehr dreißig Jahren faszinieren ihre großformatigen Frauenbildnisse durch einen zupackenden Malgestus, der mit überbordender Farbigkeit und hypnotischer Direktheit einen unbändigen Lebenswillen zeigt, der alle Facetten des Menschseins spiegelt.

Sie ist nicht nur eine Chronistin ihres Lebens – vom Treiben in den Künstlertreffen der 70er Jahre über die Einflüsse ihrer Aufenthalte in Afrika bis zu den Mutter-Kind-Porträts und den ruhigeren Bildern der Gegenwart – , sie ist auch eine Entdeckerin der Ambivalenzen des Frauseins geblieben: Selbstbewusstsein und Geschlechterdrama, Freude und Trauer, Stärke und Ironie.

Elvira Bach hat einer ganzen Generation von Künstlerinnen den Weg geebnet.








Alexander Karle

inweit


11. September 2015 – 19. September 2015

Alexander Karle, Jahrgang 1978, ist ein stiller Denker, der die Kunst durch und durch lebt und liebt. Keine Fahne im Wind, sondern ein Fels in der Brandung unseres kollektiven Bewusstseins.

Der Meisterschüler von Prof. Georg Winter hat die Hochschule der Bildenden Künste Saar vor 3 Jahren mit Diplom abgeschlossen. Er beschäftigt sich vorwiegend mit gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen und deren Folgen, wobei er sich den Medien Malerei, Bildhauerei, Installation und Videokunst bedient. Dies passiert meist auf verschiedenen Ebenen, da er zum einen sowohl themenorientiert arbeitet als auch das Medium der Kunst selbst hinterfragt und zum anderen schlicht und einfach Gedanken auf berührende Art und Weise visualisiert. Seine minimalistische Skulptur „Karli“ ist seit einigen Jahren fester Bestandteil des Vorplatzes der Europagalerie.

In der Ausstellung „inweit“ zeigt Karle neue Arbeiten : eine Serie neuer Plastiken, neue Videoarbeiten, sowie eine raumübergreifende Installation, die er speziell für unsere Galerie entwickelt hat.








GROUP THERAPY



23. Juli 2015 – 05. September 2015








Brigitte Martin



11. Juni 2015 – 18. Juli 2015

In ihrer Ausstellung zeigt die gebürtige Saarbrücker Künstlerin Brigitte Martin Bilder, die sich durch ihre Lebendigkeit und Spannung auszeichnen. Sie verwendet hier eine neue Werkgruppe und neue Materialien.

Entstanden sind Arbeiten mit einer Verwebung von Mikro- und Makrokosmen, landschaftsartige Szenerien, amorphe Formen, Abstraktionen, die zum Suchen und Finden einladen.

Brigitte Martin arbeitet seit jeher in ihren Bildern mit Sprache, vorwiegend der englischen – und wie im Falle dieser Ausstellung mit Texten aus berühmten englischen Gedichten. Die Bilder tragen jeweils den Titel des Gedichtes. Die Künstlerin hat hier ihren früheren Beruf als Übersetzerin und ihre Vorliebe für englische Literatur und Poesie thematisiert.

Die transparenten Folien, die sie als Bildträger verwendet, bearbeitet sie meist vorder- und rückseitig in einer Art Hinterglasmalerei.

Dem fertigen Bild geht ein langer Arbeitsprozess voraus, denn jeder einzelne Farbauftrag muss erst vollständig trocknen. Viele Schichten sind nötig, bevor die im doppelten Sinne vielschichtigen Bilder mit räumlichen Sog fertig sind. Sie enthalten eine starke Transparenz und es scheint, als würde die Künstlerin während des Malprozesses das Licht im Bild einfangen und einschließen.

Brigitte Martin sagt, sie arbeite bei der Entstehung ihrer Bilder– wenn auch mit gezielten Vorstellungen – so doch ergebnisoffen und in einem Prozess, der Raum lässt zur Eigenbegeisterung.








JORDI



25. April 2015 – 05. Juni 2015

Jordi (*1961) ist einer der populärsten Gegenwartskünstler der Schweiz. Er ist immer auf dem Sprung, immer in Bewe­gung. Das Ergebnis ist ein ungestümer Einsatz von Farbe, sind große plakative Arbeiten, die gleichzeitig Dynamik und Sensibilität, aber auch überschäumende Lebensfreude zeigen.

Hinter der geballten Energie, die sie ausstrahlen, spürt der Betrachter die tiefe Leidenschaft, die Jordi im Schaf­fensprozess bewegt.

Wegen genau dieser Energie hing Jordi beispielsweise viele seiner Werke auf ausdrücklichen Wunsch der Deutschen Fußballnationalmannschaft in deren Mannschaftshotel bei der EM 2008 auf. Seine Arbeiten wurden in den letzten Jahren weltweit in Ausstellungen gezeigt (Berlin, London, Genf, New York etc.)

Jordi ist Maler aus Leidenschaft. Überhaupt ist er ein leidenschaftlicher Mensch, der mit geballter Energie, man konnte fast sagen mit der Schubkraft eines Düsenjets, an die Dinge und das Leben herangeht. Sein Atelier ist mit Farbe vollgekleckert, seine Malerkluft ebenfalls, und wenn er bei der Arbeit in schöpferische Ekstase gerat, dann kann es schon mal vorkommen, dass er zu viel Farbe auftragt und die Leinwand unter dieser Last reißt. Aber das stört den Meister nicht, denn jedes seiner Bilder ist Produkt eines schöpferischen Aktes, zu dem er steht.

Die meisten seiner Bilder sind großformatig. Kräftige Farben wie Gelb, Rot und ganz besonders Blau dominieren.

In der Ausstellung zeigt er abstrakte Gemälde, seine hoch geachteten Weinbilder und einige Städtecollagen.








Pari Moradi

Fragmente


07. März 2015 – 11. April 2015

Die 1977 im Iran geborene und seit 2002 in Deutschland lebende Künstlerin Pari Moradi befasst sich seit mehreren Jahren mit Tongefäßen als Metapher für den Menschen.

Terrakotta ist einer der ältesten Werkstoffe der Kulturgeschichte überhaupt. Gefäße aus dem rötlichen Ton gibt es in den unterschiedlichsten Kulturen. Sie spielen auch immer wieder eine wichtige Rolle in Mythen, Märchen und anderen Überlieferungen - als Versteck, Behausung oder als etwas Lebensspendendes.

Wenn bisher die Gemälde und Zeichnungen Paris ganze bzw. wieder zusammengeflickte Terrakotta-Gefäße zeigten, sind es in der aktuellen Werkgruppe eher Scherben. Alleine oder in kleinen Gruppen, auf dem Boden liegend oder in den Händen der Künstlerin liebevoll gehalten.

Wie die Bilder von ganzen Vasen stehen auch die Scherben letztendlich für die Menschen. Obwohl sie nur buchstäblich Bruchstücke sind, besitzen sie viel mehr Eigencharakter als ganze Gefäße, die mehr oder weniger nach einem standardisierten Muster geformt und gebrannt werden.

Jede einzelne Scherbe ist ein Unikat, das nie geplant oder gestaltet wurde, sondern aus einem eher unglücklichen Zufall entstanden ist. Glück im Unglück sozusagen.
(Auszug aus „Scherben bringen Glück“ von Gérard A. Goodrow)








Thitz

Utopian civilizations


24. Januar 2015 – 21. Februar 2015

Die Welt des Künstlers Thitz (geb. 1962) ist lebendig, bunt und positiv. Seine Welt- und Städtebilder spiegeln die persönlichen Eindrücke wider, die er bei seinen zahlreichen Reisen durch viele internationale Metropolen gewonnen hat. Für Thitz ist der „Humor das Tor, um die Leute zu empfangen“. Seine Bilder laden zum Verweilen ein und gewähren Einblick in eine Welt, die spannend, offen und fantasievoll ist. Die kreative Kraft seiner Arbeiten wird von Sammlern, Unternehmern, Galeristen und Museen gleichermaßen geschätzt. Neben zahlreichen, zeitlich begrenzten Ausstellungen rund um die Welt haben viele seiner Werke ihren festen Platz in Museen und in berühmten Sammlungen wie Würth, Burda oder Oetker gefunden. Thitz hat Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Professor K. R. H. Sonderborg und an der Facultad de Belles Artes Unversitat de Barcelona bei Professor Pijuan studiert. Er lebt und arbeitet in Stuttgart.








Adrian Falkner (SMASH137)

Neue Farbe


27. November 2014 – 21. Januar 2015

Adrian Falkner (*1979) hat unter seinem Pseudonym SMASH137 seit 1990 weltweit zahlreiche Bilder im öffentlichen Raum gemalt.

Er zählt bis heute zu den besten und einflussreichsten Graffiti-Künstlern Europas und hat mit seinem Stil die internationale Writer-Szene nachhaltig beeinflusst. Vor einigen Jahren folgte der Sprung in den internationalen Kunstmarkt. Leinwand und Papier wurden seine neuen Malgründe. Adrian Falkner feierte große Ausstellungserfolge unter anderem in Paris, Berlin, Genf, Köln und Detroit.

In der jüngsten Vergangenheit ist eine Evolution seines Stils deutlich zu erkennen:
Weg von dem Graffiti-basierten, kalligraphischen Ausdruck hin zu farbgewaltigen, dennoch nicht unbedingt lauten Arbeiten, die einzelne Buchstaben als kraftvolle Elemente benutzen. Das Hinterfragen von scheinbaren Grenzen beschäftigt Adrian Falkner seit Kindertagen. Freiheit und Freiraum sind elementare Güter für ihn. Freiräume sind ein wichtiger Teil seiner Arbeiten. Es geht immer um die perfekte Balance.

Seine Bilder sind vollkommen authentisch und Ausdruck seiner Energie und seiner Emotionen im Zeitpunkt des Malens. Er transportiert dabei auch feinste Nuancen mit einem unglaublichen Farbgefühl. Der Künstler lebt und arbeitet in Basel.








Bernd Zimmer

Alles fließt - Bilder 2012-2014


16. Oktober 2014 – 22. November 2014

Bernd Zimmer ist einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler Deutschlands. Er ist Mitbegründer der Galerie am Moritzplatz in Berlin (1977-81).

In seinen Werken widmet sich Bernd Zimmer der Kraft und Tiefe der Natur. Er beschäftigt sich mit den Themen Wüste, Meer, Cosmos, Himmel und Wald als Konzentrate von unberührter Landschaft. Während seiner zahlreichen Reisen um die Welt sammelt er vielfältige Eindrücke und formuliert diese später aus dem Gedächtnis in Bildserien. Er vermeidet so bewusst die Wiedergabe konkreter Orte.

Bernd Zimmer lebt und arbeitet in Polling und Oberhausen (Oberbayern), der Mark Brandenburg und Monteventano (Italien). Seine Arbeiten sind seit 1977 Gegenstand zahlreicher internationaler Ausstellungen in den renommiertesten Museen und Galerien.








Gaetano Gross

Zeit im Fluss - Grenzenlos


11. September 2014 – 11. Oktober 2014

Gaetano Gross (*1956 in Saarbrücken) ist seit 1989 freischaffender Künstler.

Inhaltlich beschreibt er in seinen Arbeiten den kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel in der Großregion.

Um diesen Wandel zu dokumentieren, benutzt Gaetano Gross das "Bild im Bild" als Gestaltungsmerkmal. Auf jeder Leinwand befinden sich 2 Perspektiven oder Ansichten zum Thema. Auf diese Art gelingt es dem Künstler, "das Unsagbare sichtbar (zu) machen" (Sabine Prautzsch in der Süddeutschen Zeitung über eine Ausstellung von Gaetano).

So entstehen immer wieder interessante und verblüffende Perspektiven. Von dieser Lust am Betrachten und Entdecken schreibt Jürgen Becker (Nike, new art in europe): "...zum Sehvergnügen gesellt sich das Denkvergnügen."








KAORU AKAGAWA

Kana


22. Mai 2014 – 05. Juli 2014

Die Künstlerin und Kana Shodo Meisterin Kaoru Akagawa wurde in Kanada geboren, ist in den USA aufgewachsen, hat in Japan studiert und lebt seit 2007 in Berlin. Vor diesem weltumspannenden Hintergrund führt sie in ihren Werken moderne Kunst und die traditionelle japanische Kalligraphie Kana Shodo zusammen, um diese original aus Japan stammende Kunst weltweit bekannt zu machen.

Im Gegensatz zu dem ausschließlich von Männern verwendeten Kanji wurde die Schrift Hiragana im 10. Jahrhundert unter den adligen Frauen verbreitet. In Hiragana schrieben die Frauen der oberen Klassen der Gesellschaft beispielsweise ihre Liebesbriefe. Im Mittelalter waren diese Liebesbriefe der erste Schritt, den Männern etwas von ihrer Persönlichkeit zu offenbaren, da es sich für die Frau nicht geziemte, mit Männern zu sprechen oder ihnen ihr Gesicht zu zeigen. War ihre Schrift schön, hatte die Frau eine größere Chance, die Aufmerksamkeit und Liebe eines Mannes zu gewinnen. Von der Schönheit der Schrift wurde auf die Schönheit der Frau geschlossen. Auf diese Weise entwickelte sich die Kana Kalligraphie. Tauchen Sie ein in die Welt der Kana Art, in der die Bilder in einem aufwändigen Prozess allein durch unterschiedlich starken Pinselduktus in der Ausführung der Kana Schriftzeichen entstehen. Die Besonderheit liegt darin, dass dabei der Textfluss nicht unterbrochen wird, der in der traditionellen Schreibrichtung von oben nach unten und von rechts nach links verläuft.








RAKS

Habitus


16. April 2014 – 17. Mai 2014

„Der Style von Raks atmet den Weltgeist des Graffiti - interessante Buchstabenkonstruktionen, in ihrer Schwebe zwischen nostalgisch und modern ganz am Puls der Zeit. Das visuelle Ambiente, in dem Raks seine Graffitibuchstaben als Fine Art inszeniert, weist mehr in Richtung klassischer Druckgrafik als auf ein Gemälde. Regelmäßig liegen klare monochrome Flächen mit illustrativ betonten Ausläufen unterhalb der filigranen Konstruktionszeichnung, die die Buchstaben definiert.

Als Hintergrund dient oft eine Kombination aus optischen Effekten und aquarellhaftem Farbauftrag. Die Kompositionen präsentieren sich in dezent reduzierter Farbpalette. "Raks" - auch bei ihm ist in klassischer Graffititradition der Name selbst das Motiv des Bildes. Mit Graffiti-Style weniger vertraute Zeitgenossen hätten wohl Schwierigkeiten, das Dargestellte zu entziffern. Doch auch wenn man sie nur betrachtet wie den utopischen Entwurf eines dem Wahnsinn verfallenen Architekten, kann diese Bildsprache ihren ganz eigenen Reiz entwickeln.“ Robert Kaltenhäuser








TATIANA URBAN

Wanderlust


06. März 2014 – 14. April 2014

Als Malerin fühle ich mich vor allem mit der langen und wechselvollen Tradition der Landschafts- und Naturmalerei verbunden wobei mein Interesse primär dem Phänomen der Natursehnsucht unserer hochzivilisierten Gesellschaft gilt. Heutige Naturvorstellungen lassen sich dabei vielfach aus dem Spannungsverhältnis zwischen Naturentfremdung und Natursehnsucht ableiten; eine vielschichtig bis labyrinthische Verbindung, die den Ursprung meiner Bildwelten bildet.

Eine entscheidende Rolle spielt für mich in diesem Zusammenhang das „Terra Incognita“ Thema, das traditionell um die ewige menschliche Sehnsucht und Suche nach dem Fremden und Jungfräulichen kreist. In Zeiten fortschreitender Künstlichkeit der Lebenswelten, in der fast alles erschlossen, kategorisiert und verwertet erscheint, wird diese Suche zur Suche nach der Illusion einer unverfälschten, ursprünglichen Natur. Heutige „Terrae incognitae“ sind jedoch höchstens noch das Ergebnis kurioser Verflechtungen von natürlich Entstandenem und künstlich Erzeugtem. Prozesse der Entstehung neuer, zwischen Verwertung, Verunstaltung und Gestaltung pendelnder Umweltformen sind faktisch nicht mehr umkehrbar.

Der Serien-Titel „Lands and Plants“ ist zunächst als Anspielung auf die heutige Untrennbarkeit von Natur und Technik bzw. Natur und ihrer ökonomischen Verwertbarkeit gedacht, denn der englische Begriff „plant“ bedeutet sowohl Pflanze als auch Fabrik. Über diesen gedanklichen Ursprung hinaus lassen die „Lands and Plants“ Arbeiten aber einen großen Spielraum für unterschiedliche Naturinterpretationen, und gelegentlich pendeln sie zwischen fremdartigen Landschaftsfiktionen und dem Anschein von Grenzbereichen wie z.B. Halden, Waldrandbiotopen oder städtischer Randnatur. Dieses Vage, Unbestimmbare ist eine Anspielung auf die ständige Präsenz des Unbekannten im Bekannten: Vertraute Landschaftsformationen oder Naturformen verbinden sich mit artifiziellen Fragmenten zu fremdartigen, neu zu entdeckenden „Terrae incognitae“. Die irritierende Präsenz des Unerwarteten im Alltäglichen, eine Dynamik der Systeme die gleichermaßen schöpferisch und destruktiv ist und mit dem Faktor Mensch als Freund und Feind interagiert. Gerade aus dieser Melange von Natur und Künstlichkeit ergeben sich viele meiner Bildideen die allerdings keinesfalls als Plädoyer für mehr Gelassenheit hinsichtlich einer zunehmenden Durchdringung und Störung der Natur durch künstliche Erzeugnisse zu verstehen sind! Sie sind eben nur phantasiegespeiste Szenarien einer möglichen, weil von der Sehnsucht benötigten „Terra Incognita“ der Gegenwart und Zukunft.

Tatiana Urban im Juli 2013








EL BOCHO



24. Januar 2014 – 22. Februar 2014

El Bocho ist ein Phantom. Um den urbanen Raum bestmöglich nutzen zu können, agiert er stets im Untergrund. Er ist nachts regelmäßig in den Straßen Berlins unterwegs, um seine Spuren zu hinterlassen. Bilder, die sich oft gesellschaftskritisch mit dem Stadtleben beschäftigen. Die Straße dient dem Künstler als Medium und seine Bilder sprechen eine internationale Sprache, die jeder verstehen kann. In Berlin gehört El Bocho zu den Künstlern, die das Gesicht der Stadt prägen.

Daneben ist er seit einigen Jahren mit seinen Arbeiten in ausgesuchten Galerien und Museen präsent. Er ist eine feste Größe in der internationalen Urban Art Szene und war 2013 Aussteller bei der ersten Urban Art Biennale im Weltkulturerbe Völklinger Hütte, die zur Zeit als wichtigste Schau dieses Genres gilt.

Hauptthemen seiner aktuellen Leinwand- und Papierarbeiten sind der urbane Raum, dessen Bewohner und deren Gedanken.








UTE LEHNERT

Zwischentöne | Neue Arbeiten


28. November 2013 – 11. Januar 2014

Für die Künstlerin Ute Lehnert bedeutet Malerei nicht nur eine Endlosreise durch die Welt der Farben, Helligkeiten und Strukturen, sondern vor allem auch die schichtweise Annäherung an eine Vielzahl eigener Gedanken- und Besinnungsorte. Hier trifft sie auf unbegrenzte Zeitzonen, in denen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unmerklich miteinander verschmelzen.

Ihr gesamtes Werk verknüpft sich mit dem Thema Natur und Kosmos – aus tiefer Verbundenheit und Bewusstsein um die natürlichen Kreisläufe. Ute Lehnert wurde 1938 in Saarbrücken geboren und studierte von 1954 bis 1959 an der damaligen Werkkunstschule Saarbücken, Grundlehre bei Prof. Oskar Holweck und Grafik-Design bei Prof. Robert Sessler. In den ersten Jahren nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst als Dipl. Grafik-Designerin und bildete sich in diesen Jahren bereits autodidaktisch in Malerei weiter. Seit 1968 arbeitete sie ausschließlich als freischaffende bildende Künstlerin und stellte seither im In- und Ausland regelmäßig aus. Studienreisen führten sie in viele europäische Länder, nach Asien, Russland und die Türkei. Die Bretagne wurde ihr am Ende ihrer Reisen durch jährliche mehrmonatige Aufenthalte zur Zweitheimat.

Ute Lehnert nennt ihre heutige Ausstellung „Zwischentöne“, gleichlautend mit dem Titel ihres jüngsten Schwarz-Weiß-Zyklus. Die hier zu sehende serielle Schwarz-Weiß-Malerei erscheint insofern als Novum innerhalb ihres Gesamtwerkes, wie sie frühere Experimente mit Schwarz und Weiß erstmalig wieder aufgreift und aus einem tief gewonnenen Malerei-Verständnis zu einem ganzheitlichen Experiment umsetzt. „Zwischentöne“ offenbart uns eine sichtbare Energie aus Erinnerungen und Reflexionen, gebündelt zu atmosphärischen Landschaften und halbabstrakten Erscheinungsbildern. Ute Lehnerts Arbeiten beschreiben immer wieder auch das Wechselspiel von Verdichtung und Auflösung, während sie sich gleichzeitig um das Geheimnis eines geistigen, immateriellen Raumes zu bewegen scheinen.

Die Ausstellung „Zwischentöne“ offenbart sich dem Besucher als einzigartiger Klangteppich aus unterschiedlichen, feinstofflichen Hell-Dunkel-Verknüpfungen, die ihre Wurzeln in Ute Lehnerts malerischem Spiegelwerk aus Selbsterkenntnis und starker Liebe zur Natur, zu Mensch und Kreatur haben.

Doris Hinzen-Röhrig








WILLI HOFFMANN-GÜTH



40 Jahre gemalte Lebensfreude


17. Oktober – 23. November 2013

Der Saarbrücker Maler Willi Hoffmann-Güth hat sich in der Welt der Pastellmalerei mit seinem Stil, der an Claude Monet erinnert, rasch einen Namen gemacht. Schnell wurde der Autodidakt Mitglied der renommierten Pastel Society in London und der Pastel Society of America in New York. Für sein Bild mit einem von Glyzinen überrankten Haus an der Loire zeichnete die Pastel Society in New York Hoffmann-Güth 1984 mit dem Watson-Guptil-Award aus. Die Société des Pastellistes de France, Paris, verlieh ihm 1987 den 1er Prix international in Lille und in Compiegne 1988 den 1er Prix pour la représentation de l'Allemagne Fédérale pour l'ensemble de ses oeuvres.

„Wichtig sind mir Atmosphäre, Licht und Tonwert, also das Verhältnis der verschiedenen Töne zueinander. Ich habe festgestellt, dass es häufig gleichgültig ist, welche Farbe ich nehme, wenn ich den Farbton richtig getroffen habe.“, sagt Willi Hoffmann-Güth. Der frankophile Maler findet seine Motive meist im Saarland, im grenznahen und übrigen Frankreich. Mit einer Midi-Reise nach Bandol fing alles an. Das Licht der Provence zog und zieht ihn magisch an. Daher kehrt er immer wieder gerne in das Sonnenland Provence zurück. Auch Malreisen nach Sussex und in den Lake District lieferten ihm Vorlagen für seine Pastelle. „Romantik pur im Stil der Impressionisten“ schrieb 1998 The Art Paper, the Daler-Rowney Newspaper for Artists zu Hoffmann-Güths Bildern. Sein Stil wirkt zeitlos.








ELENA STEINER

Schon schön


22. August – 28. September 2013

Die 1975 in Tschechien geborene und heute in Wien lebende Künstlerin Elena Steiner widmet sich in ihren Arbeiten dem komplexen Phänomen des Körperkults und des ausgeprägten Schönheitswahns. Sie sagt dazu: „Was mich an diesem Thema so fasziniert, ist die große Kluft zwischen Wunschbild und Realität. Auf der einen Seite steht das fiktive, durch Medien und Werbung vermittelte Körperbild, auf der anderen Seite der reale Körper. Und dazwischen »normale« Menschen, die einen unglaublich hohen und fallweise auch riskanten Aufwand betreiben, um sich selbst in eine andere Person zu verwandeln, und um so die unterbewusste Sehnsucht nach einer neuen, konstruierten Persönlichkeit zu befriedigen.“

Elena Steiners Arbeiten sind eine Auseinandersetzung mit scheinbar realen Identitäten, deren Inszenierung, deren Wahrnehmung durch Dritte, vor allem aber auch deren Verletzlichkeit. Dabei offenbart sie Schönheit als brüchiges Konstrukt, bei der sich Sinnlichkeit und Selbstzerstörung sehr nahe sind. Die oftmals einstudiert wirkenden Posen sind es, die das Werk Elena Steiners auf den ersten Blick für uns so vertraut wirken lassen: „Mit meinen Motiven bediene ich mich einer konditionierten Bilderwelt, nutze vorhandenes Bildmaterial aus dem Internet, vorwiegend aber eigene inszenierte Aufnahmen, als Vorlagen für meine Arbeiten. Daraus komponiere ich neue »bekannt« wirkende Menschenbilder, die es eigentlich so in der Realität gar nicht gibt. Diese Fake Identity ist für mich ein Spiel mit angepassten Erscheinungsbildern und Verhaltensmustern die uns vorgaukeln: So musst du dich in der Öffentlichkeit zeigen! Für mich legt es auch das Beliebige, das Austauschbare im Menschen bloß und endet in meinen Arbeiten als manchmal pompöser, oftmals satirisch den Körper übersteigernder Entwurf.“ Die nahezu fotorealistisch in Acryl gemalten, meist großformatigen Bilder schöpfen ihren Mehrwert an tieferer Bedeutung aus dem Spannungsverhältnis zwischen Sein und Schein: einer vorgetäuschten (gemalten) Plastizität wird eine reale Plastizität durch die der Leinwand hinzugefügte Materialien entgegen gestellt, die von Grund auf das Reale von makellosen Schönheitsvorbildern hinterfragt.








PABLO PICASSO

Auserlesene graphische Werke


20. Juni 2013 – 10. August 2013

Der spanische Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso (* 25. Oktober 1881; † 8. April 1973) zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.

Sein äußerst umfangreiches Oeuvre von Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Plastiken und Keramiken lässt sich nicht auf einen bestimmten Stil festlegen, sondern besticht durch seine Vielfalt an Stilrichtungen, die aufeinander folgten und in enger Beziehung zur Kunst der Moderne stehen, die Picasso maßgeblich mitgeprägt hat. So lässt sich sein Schaffen in ein Frühwerk (bis 1900), eine Blaue (1901 bis 1904) und eine Rosa Periode (1904 bis 1906), die Erfindung des Kubismus zusammen mit Georges Braque (1907 bis 1919), in eine neoklassizistische Periode (1917 bis 1925), eine surrealistisch geprägte Periode (1925 bis 1944) sowie sein Spätwerk (ab 1945) grob unterteilen.

Seine Motive reichen von Portraits, Landschaften bis zu Stillleben und zeichnen sich jeweils durch seine ganz eigene Ausdrucksweise aus, die die größten Gegensätze und Spannungen in sich vereint. Sein Leben und seine Werke sind untrennbar miteinander verbunden. So stellte er nicht nur sich selbst oft dar, sondern auch seine verschiedenen Frauen und Geliebten sowie die ihn umgebende Welt.

Seine Werke befinden sich in den bedeutendsten Sammlungen und Museen der Welt und wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt. Picasso lebte etliche Zeit seines Lebens in Frankreich, wo ihm und seinem Schaffen in Paris - wie auch in Madrid - ein eigenes Museum gewidmet wurde.








FRANZISKA MADERTHANER

Wertpapiere


02. Mai 2013 – 08. Juni 2013

Die österreichische Malerin Franziska Maderthaner beherrscht die zwei Medien Aquarell und Ölmalerei gleichermaßen souverän. In der Ausstellung WERTPAPIERE wird allerdings ein Schwerpunkt auf die Papierarbeiten, vor allem die Aquarelle der Künstlerin gelegt.

Am 18. Juni 1962 wurde sie in Wien geboren. Von 1980 bis 1985 studierte sie an der Universität für angewandte Kunst in Wien, gemeinsam mit Herbert Brandl, Gerwald Rockenschaub, Otto Zitko und anderen Künstlern. Seit 2002 ist sie ebendort ao. Professorin für Malerei.

In den frühen 80er Jahren arbeitet sie ein Jahr als Assistentin von Martin Kippenberger. Seit dieser Zeit, als es noch nicht „in“ war, hat sie sich schon der gegenständlichen Malerei zugewendet. Daneben schrieb sie Kunstkritiken für „Parnass“ und die Wiener Stadtzeitung „Falter“, brachte 1998 ein Buch über die Punkjahre in Wien heraus (Idealzone Wien) und war einige Jahre Vorsitzende der IG Bildende Kunst. Neben ihrer Lehrtätigkeit, neben dem Kuratieren und Schreiben, war sie durch eine rege Ausstellungstätigkeit vor allem in den letzten 10 Jahren in der Öffentlichkeit weit über Österreich hinaus bekannt geworden.

Über das Aquarell sagt sie:
„Für mich ist die Technik des Aquarells ein extrem spannender „Ausgleich“ zur Ölmalerei. Sie fordert eine völlig andere Art der Konzentration auf das „Jetzt“, auf die Unwiederbringlichkeit einzelner Momente. Wenn mir diese Konzentration gelingt, bin ich zugleich in einem Zustand höchster Wachsamkeit und Ruhe. Ich sehe darin eine gewisse Verwandtschaft zur japanischen oder chinesischen Kaligraphie. Parallel zur Bildproduktion empfinde ich diese Arbeiten als eine Art „Schreiben“ über Kunst - ein „Schreiben“ in den nicht nur technisch gesehen sehr, sehr unterschiedlichen Medien Aquarell und Öl.“








ELVIRA BACH



24. Januar 2013 - 02. März 2013

Die Unverwechselbarkeit ihrer (Frauen)Bilder hat Elvira Bach zu einer Ikone der deutschen und internationalen Kunstszene werden lassen. 1951 wurde die bekannteste Malerin Deutschlands im Taunus geboren. Von 1972 bis 1979 studierte sie an der Hochschule der Künste in Westberlin, gemeinsam mit Reiner Fetting, Helmut Middendorf und anderen „Jungen Wilden“, denen sie zunächst zugeordnet wurde.

Während dieser Zeit verdiente sie ihren Lebensunterhalt unter anderem als Requisiteurin und Souffleuse in der Schaubühne am Halleschen Ufer. Ihren künstlerischen Durchbruch erlebte sie mit der Einladung zur documenta in Kassel 1982.

Seit nunmehr dreißig Jahren faszinieren ihre großformatigen Frauenbildnisse durch einen zupackenden Malgestus, der mit überbordender Farbigkeit und hypnotischer Direktheit einen unbändigen Lebenswillen zeigt, der alle Facetten des Menschseins spiegelt.








ARMIN ROHR

Auf der Lauer


06. Dezember 2012 - 12. Januar 2013

Für Armin Rohr Malerei ist die Malerei ein Prozess, bei dem er sich zwischen den Dingen und den Bildern der Dinge bewegt. Der Maler ist Teil der Welt, die er beobachtet. In seiner Malerei werden diese Beobachtungen und Erfahrungen gefiltert, transformiert, modifiziert. Für Armin Rohr ist ein Bild demnach keine wiedergebende, sondern eine gestaltende, Gestalt gebende Instanz.

Die Protagonisten in Armin Rohrs Bildern der letzten Jahre verschwimmen vor dem Hintergrund und sind oft nur noch als weiße Schemen oder Schatten wahrzunehmen.

Möglicherweise beginnen sie sich aufzulösen und verschwinden sie gerade. Oder sie materialisieren genau in diesem Augenblick, während wir das Bild betrachten. Sie beginnen allmählich Form und Gestalt anzunehmen und befinden sich in einem nicht eindeutig zu beschreibenden Schwebezustand.

„Ich male Bilder um zu erfahren, was in ihnen vorgeht. Während des Malens weiß ich nie im Voraus, was geschehen wird. Wozu auch – ich will dem Bild auf die Schliche kommen.Sozusagen: Das Bild liegt auf der Lauer. Solange ich Fragen an meine Bilder stellen kann, werde ich malen oder zeichnen. Ich versuche mich und mein Handeln über meine Bilder zu verstehen, aber ich weiß, dass ich niemals endgültige Antworten von meinen Bildern erhalte. Das ist auch nicht wichtig. Was bleibt, ist ein Rest Unsicherheit. Bruchstücke, Fragmente, Ahnungen. Meistens werde ich vom Bild überrascht. Und das ist gut so.“

Armin Rohr lebt und arbeitet in Saarbrücken. Er lehrt dort seit 2003 an der Hochschule der Bildenden Künste.








STEFAN GOLZ

All Ghosts


10. November 2012 - 01. Dezember 2012

Dem studierten Designer Stefan Golz war es schon immer ein Bedürfnis, seiner Linie treu zu bleiben: Dem Malen mit Tusche – so wie er es schon als Jugendlicher tat.

Als Künstler und Kreativdirektor seines international bekannten Modelabels »Wemoto« lässt Golz heutzutage Beruf und Berufung Hand in Hand gehen. So wie seine Kunst tragen auch die Wemoto-Designs Golz’ unverkennbare Handschrift – minimalistische, schwarze Linien, die einfach erscheinen und im Gesamten doch eine enorme Wirkung haben und Ausdruck verleihen.

Golz thematisiert die Popkultur, die ihn seit seiner frühen Kindheit begleitet. Mit Feingefühl transformiert er Charaktere unterschiedlichster Genres nach seinen Vorstellungen. Die meist lauten, in popkulturellem Kontext platzierten Motive stehen dabei in Kontrast zu der eher ruhigen und zurückhaltenden Technik der Tusche-Zeichnung.

Stefan Golz hat seine Arbeiten bisher in Einzel- und Gruppenausstellung im In- und Ausland gezeigt – allerdings immer nur limiierte Drucke. Die Ausstellung »All Ghosts« in der Galerie Neuheisel zeigt die neuesten Arbeiten des Künstlers, die innerhalb der letzten sechs Monate entstanden sind. Und erstmalig werden die original Tuschezeichnungen gezeigt.








RALPH GELBERT

Hunting


04. Oktober 2012 - 03. November 2012

„Reale Orte und Landschaften werden in Ralph Gelberts Gemälden in Malerei transponiert. Visuelle Eindrücke und Erfahrungen werden künstlerisch gestaltet und verweben sich in seinen Arbeiten zu Farbspuren, verknoten und verschlüsseln sich, lösen sich auf und finden wieder zusammen – und bilden so einen endlosen Raum. In den neu entstandenen Gemälden und Zeichnungen spiegeln sich derlei Erfahrungen und Eindrücke wider, wie sie Gelbert in ganz verschiedenen Kontexten kennengelernt hat. Ob im Dschungel der Großstadt oder der Subkultur in Berlin, in Tel Aviv oder den grünen Weiten Irlands: Er ist auf der Jagd. Als Jäger nach Licht, Farben, Tönen und neuen Perspektiven. Er sieht sich als Lichtfänger und Lichtjäger, der sich früh morgens auf die Pirsch macht, um die „echte“ Impression zu erlangen oder – um im Bild der Jagd zu bleiben – die echte Impression zu erlegen. Er sieht seine Gemälde, wie er einmal sagte, als die Trophäen, die er von seiner Jagd, von seinen Reisen mitbringe.“

Christine Ryall, Direktorin Christie´s Irland

Ralph Gelberts Arbeiten werden international in ausgesuchten Galerien und bei bedeutenden Kunstmessen gezeigt. Die letzte Ausstellung fand im Mai in der Solomon Fine Art Gallery in Dublin statt - präsentiert von der Deutschen Botschaft. Der Künstler lebt und arbeitet in Neustadt an der Weinstraße. Außerdem lehrt er an der Hochschule Kaiserslautern und der Kunstakademie Bad Reichenhall.








THITZ

Sustainable cities


04. August 2012 - 12. September 2012

Die Welt des Künstlers Thitz (geb. 1962) ist lebendig, bunt und positiv. Seine Welt- und Städtebilder spiegeln die persönlichen Eindrücke wider, die er bei seinen zahlreichen Reisen durch viele internationale Metropolen gewonnen hat.

In der Ausstellung werden wir einige Highlights der neuen „Future“ Serie von Thitz sehen. Der Künstler beschäftigt sich in diesen Arbeiten mit den Entwicklungsmöglichkeiten der urbanen Megacities. Dabei kommt der Nachhaltigkeit der architektonischen und kulturellen Entwicklungsmöglichkeiten in Zeiten des Klimawandels eine besondere Rolle zu.

Die kreative Kraft seiner Arbeiten wird von Kunstliebhabern, Unternehmern, Galeristen und Museen gleichermaßen geschätzt. Neben zahlreichen, zeitlich begrenzten Ausstellungen rund um die Welt haben viele seiner Werke ihren festen Platz in Museen und in berühmten Kunstsammlungen wie Würth, Burda oder Oetker gefunden.

Die Ausstellung wird mit sehr charmanten Papierarbeiten und übermalten Siebdrucken ergänzt.








MARC CHAGALL

Auserlesene graphische Werke


30. Mai 2012 - 07. Juli 2012

Marc Chagall (1887-1985) hat neben Pablo Picasso das bedeutendste lithographische Oeuvre in der Kunst des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Chagall war ein Poet jenseits von allen Stilen, ein Träumer, Exot und Phantast zugleich. Er war Zeit seines Lebens ein Außenseiter und künstlerischer Eigenbrödler.

Als Jude verachtete er das alte Bilderverbot, als Russe überwand er die Selbstgenügsamkeit. Er misst sich formal mit der Weltkunst, doch seine Themen findet er in der dörflichen Welt seiner russischen Heimat. Chagall ist ein Wanderer zwischen den Welten, der süchtig ist nach Harmonie. Seine Bilder sind Märchen, inszenierte Augenfeste.








JORDI

Jordi 50


22. März 2012 - 05. Mai 2012

Jordi (*1961) ist einer der populärsten Gegenwartskünstler der Schweiz. Er ist quirlig, immer auf dem Sprung, immer in Bewegung. Das Ergebnis ist ein ungestümer Einsatz von Farbe, sind große plakative Bilder, die gleichzeitig Dynamik und Sensibilität, aber auch überschäumende Lebensfreude zeigen.

Hinter der geballten Energie, die sie ausstrahlen, spürt der Betrachter die tiefe Leidenschaft, die Jordi im Schaffensprozess bewegt. Mit seiner Arbeit hat er sich in Ausstellungen über London, Berlin oder Genf bis nach New York einen Namen gemacht.








BERND ZIMMER

Reflexion.Bilder 2004-2011.


19. Januar 2012 - 03. März 2012

Bernd Zimmer ist einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler Deutschlands. Er ist Mitbegründer der Galerie am Moritzplatz in Berlin (1977-81) und ein prominenter Vertreter der „Neuen Wilden“.

In seinen Werken widmet sich Bernd Zimmer der Kraft und Tiefe der Natur. Er beschäftigt sich mit den Themen Wüste, Meer, Cosmos, Himmel und Wald als Konzentrate von unberührter Landschaft.

Bernd Zimmer lebt und arbeitet in Polling und Oberhausen (Oberbayern), der Mark Brandenburg und Monteventano (Italien). Seine Arbeiten sind nun zum ersten Mal im Saarland zu sehen.