FRANZISKA MADERTHANER

Die österreichische Malerin Franziska Maderthaner beherrscht die zwei Medien Aquarell und Ölmalerei gleichermaßen souverän. In der Ausstellung WERTPAPIERE wird allerdings ein Schwerpunkt auf die Papierarbeiten, vor allem die Aquarelle der Künstlerin gelegt.

Am 18. Juni 1962 wurde sie in Wien geboren. Von 1980 bis 1985 studierte sie an der Universität für angewandte Kunst in Wien, gemeinsam mit Herbert Brandl, Gerwald Rockenschaub, Otto Zitko und anderen Künstlern. Seit 2002 ist sie ebendort ao. Professorin für Malerei.

In den frühen 80er Jahren arbeitet sie ein Jahr als Assistentin von Martin Kippenberger. Seit dieser Zeit, als es noch nicht „in“ war, hat sie sich schon der gegenständlichen Malerei zugewendet. Daneben schrieb sie Kunstkritiken für „Parnass“ und die Wiener Stadtzeitung „Falter“, brachte 1998 ein Buch über die Punkjahre in Wien heraus (Idealzone Wien) und war einige Jahre Vorsitzende der IG Bildende Kunst. Neben ihrer Lehrtätigkeit, neben dem Kuratieren und Schreiben, war sie durch eine rege Ausstellungstätigkeit vor allem in den letzten 10 Jahren in der Öffentlichkeit weit über Österreich hinaus bekannt geworden.

Über das Aquarell sagt sie:
„Für mich ist die Technik des Aquarells ein extrem spannender „Ausgleich“ zur Ölmalerei. Sie fordert eine völlig andere Art der Konzentration auf das „Jetzt“, auf die Unwiederbringlichkeit einzelner Momente. Wenn mir diese Konzentration gelingt, bin ich zugleich in einem Zustand höchster Wachsamkeit und Ruhe. Ich sehe darin eine gewisse Verwandtschaft zur japanischen oder chinesischen Kaligraphie. Parallel zur Bildproduktion empfinde ich diese Arbeiten als eine Art „Schreiben“ über Kunst - ein „Schreiben“ in den nicht nur technisch gesehen sehr, sehr unterschiedlichen Medien Aquarell und Öl.“